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Donnerstag, 26. Juli 2012

Luzide Träumer ermöglichen Einblicke in das Bewusstsein.


Der Sitz des Meta-Bewusstseins im Gehirn

Untersuchungen an luziden Träumern machen sichtbar, welche Gehirnzentren beim Erlangen unseres Ich-Bewusstseins aktiv werden

Welche Gehirnareale dazu beitragen, unsere Welt in einer selbstreflektorischen Art und Weise wahrzunehmen, lässt sich schwer messen. Im Wachen ist unser Ich-Bewusstsein immer vorhanden, und im Schlaf erleben wir diesen Zustand nicht bewusst mit. Es gibt allerdings Personen, sogenannte luzide Träumer, die sich im Schlaf bewusst werden können, dass sie träumen.
Untersuchungen im Magnet-Resonanz-Tomografen (MRT) konnten nun zeigen, dass beim Erlangen dieses luziden Bewusstseins die Aktivierung eines spezifischen kortikalen Netzwerkes nachweisbar wird, bestehend aus dem rechten dorsolateralen präfrontalen Kortex, den frontopolaren Regionen und dem Precuneus. Alle diese Regionen werden mit selbstreflektorischen Funktionen in Zusammenhang gebracht.
Für die Autoren der aktuellen Studie eröffnet das Studium des luziden Traumzustandes nun Einblicke in die neuronalen Grundlagen des menschlichen Bewusstseins.


Die menschliche Fähigkeit zur Ich-Wahrnehmung, Selbstreflektion und die Entwicklung eines Bewusstseins gehört zu den noch unentschlüsselten Geheimnissen der Neurowissenschaften. Trotz moderner Bildgebungsverfahren können diese Prozesse im Gehirn nur unzureichend aufgeklärt und sichtbar gemacht werden. Ursächlich liegt das Problem in der Schwierigkeit, unserem Gehirn zuzusehen, wenn es aus einem unbewussten Zustand in den einer bewussten Wahrnehmung übergeht. Dieser Vorgang läuft zwar jedes Mal ab, wenn eine Person aus dem Schlaf aufwacht. Im tiefen Schlaf ist die Grundaktivität unseres Gehirns jedoch generell stark reduziert. Somit ist beim Übergang zum Wachzustand die spezifische Hirnaktivität, die der wiedererlangten Selbst-Wahrnehmung und Bewusstheit zugrunde liegt, nicht genügend genau von globalen Aktivitätsänderungen des Gehirns abgrenzbar.

Wissenschaftler der Max-Planck-Institute für Psychiatrie in München und für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig sowie der Berliner Charité untersuchten nun Menschen, die sich während des Träumens bewusst werden, dass sie träumen und die auch willentlich ihre Träume beeinflussen können. Diese sogenannten Klar-Träumer haben während der luziden Schlafphase Zugriff auf ihre Erinnerungen, können Handlungen ausführen und sind sich ihrer selbst bewusst – obwohl sie eindeutig im Traum-Schlaf bleiben und nicht etwa aufwachen.
Autor Martin Dresler erläutert: „In einem normalen Traum haben wir nur ein sehr basales Bewusstsein, wir erleben Wahrnehmungen und Emotionen, sind uns aber nicht bewusst, dass wir nur träumen. Erst in einem luziden Traum erlangt der Träumer eine Meta-Einsicht in seinen Zustand“.

Aus dem Vergleich der Aktivität des Gehirns während solch einer luziden Periode mit der unmittelbar davor in 
davor in einem normalen Traum gemessenen Aktivität konnten die Wissenschaftler die charakteristischen Gehirnaktivitäten der luziden Bewusstheit identifizieren. „Die generelle Grundaktivität des Gehirn ist in einem normalen Traum und in einem luziden Traum ähnlich“, sagt Michael Czisch, Arbeitsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Psychiatrie. „Im luziden Zustand steigt die Aktivität in einigen Bereichen der Hirnrinde jedoch innerhalb von Sekunden stark an. In der Hirnrinde ist der rechte dorsolaterale präfrontale Kortex beteiligt, dem gemeinhin die Funktion zur Selbsteinschätzung zugesprochen wird, sowie die frontopolaren Regionen, verantwortlich für eine Bewertung eigener Gedanken und Gefühle. Besonders aktiv ist auch der Precuneus, eine Gehirnregion, die seit längerem mit Selbst-Wahrnehmung in Zusammenhang gebracht wird“. 
Die Ergebnisse bestätigen frühere Untersuchungen und machen erstmalig die neuronalen Netzwerke eines bewussten Geisteszustandes sichtbar.

Quelle: Max-Planck-Institut für Psychiaytrie München







Donnerstag, 3. März 2011

Die Passionsblume ist die Arzneipflanze des Jahres 2011.

Vom Studienkreis "Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzen" an der Universität Würzburg wurde die Passionsblume wegen ihres Wirkungsprofils und der langen Nutzungsgeschichte zur Arzneipflanze des Jahres 2011 gewählt.
Gegen Schlafstörungen, nervöse Unruhe, Reizbarkeit oder Angstzustände werden die Blätter und Stängel der Passionsblume (Passiflora incarnata) als Tee in der Phytotherapie eingesetzt.
Auch in der klassischen Homöopathie weiß man die positive Wirkung der Passionsblume zu schätzen.

Sonntag, 20. Februar 2011

"Schönheitsschlaf" ist doch kein Mythos. Müde Menschen erscheinen weniger attraktiv und ungesünder.

Stockholm (pte/15.12.2010/11:00) - Dass Menschen einen sogenannten "Schönheitsschlaf" brauchen, ist jetzt von Forschern des Karolinska Institutet http://ki.sewissenschaftlich bewiesen worden. Personen, die längere Zeit unter Schlafmangel leiden, erscheinen demnach weniger attraktiv und ungesünder als Menschen, die gut ausgeruht sind. Das Forscherteam um John Axelsson fotografierte Freiwillige jeweils nach acht Stunden Schlaf und nachdem sie 31 Stunden lang wach bleiben mussten. Beobachter bewerteten laut BMJ http://www.bmj.com die unausgeschlafenen Teilnehmer als weniger gesund und weniger gutaussehend.

Die Idee, dass der Mensch seinen Schönheitsschlaf braucht, ist allgemein bekannt. Laut den Forschern fehlte jedoch bisher eine wissenschaftliche Begründung. Das Team ersuchte 65 nicht ausgebildete Beobachter, die Gesichter von 23 jungen Frauen und Männern zu bewerten. Gezeigt wurden standardisierte Fotografien von ausgeschlafenen und unausgeschlafenen Teilnehmern. Alle befanden sich im gleichen Abstand von der Kamera, waren nicht geschminkt und zeigten den gleichen Gesichtsausdruck. Die Fotos wurden in einer zufälligen Reihenfolge präsentiert. Lesen Sie weiter

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Licht in der Nacht begünstigt Depressionen. Wirkungen bereits durch laufenden Fernseher im dunklen Zimmer

Columbus/Wien (pte/18.11.2010/13:40) - Wer nachts dauernd mit Licht schläft, hat ein höheres Risiko für eine Depression. Das berichten Forscher der Ohio State Universityhttp://www.osu.edu am Jahrestreffen der US-Neurowissenschaftler. Ihre Tierexperimente zeigten erstmals, dass nächtliches Licht zu Veränderungen im Hippocampus führt. Dieser spielt wiederum eine wichtige Rolle in der Entwicklung von Depressionen. Negative Folgen treten bereits bei sehr schwachem Licht von der Stärke eines laufenden Fernsehbildschirms im dunklen Zimmer ein, konnten die Wissenschaftler zeigen.

Auch wenig Licht schadet

Dass helles Licht in der Nacht depressiv machen kann und zudem Übergewicht begünstigt, hat das Forscherteam bereits in früheren Studien gezeigt. Nun beobachteten sie ihre Versuchstiere - die Wahl fiel auf Dsungarische Zwerghamster - acht Wochen lang. Beleuchtet wurden sie tagsüber mit einer gewöhnlichen Lichtstärke von 150 Lux, nachts mit Dämmerlicht von fünf Lux. Die Tiere entwickelten in dieser Zeit bestimmte Hinweiszeichen auf Depressionen wie etwa nachlassende Lust am Zuckerwasser-Trinken.

"Bereits ein schwaches Licht im Schlaf kann bei Hamstern Depressions-ähnliches Verhalten auslösen. Eine Erklärung dafür fanden wir in den Veränderungen im Gehirn", so Studienautorin Tracy Bedrosian. Die Nachtlicht-Tiere wiesen nach dem Versuch im Vergleich zu einer Kontrollgruppe weniger dendritische Dornfortsätze im Hippocampus auf, die für die Kommunikation zwischen Gehirnzellen zuständig sind. Da es keine Unterschiede im Stresshormon Cortisol gab, glauben die Forscher, dass das Schläfrigkeitshormon Melatonin die Schlüsselrolle spielt. Sein Zusammenhang zur Depression wird derzeit näher erforscht. Lesen Sie weiter

Jahreszeit der Geburt prägt die innere Uhr. Im Winter zur Welt gekommene Mäuse haben mehr Umstellungsprobleme

Nashville/Göttingen (pte/07.12.2010/13:40) - Die Jahreszeit, in der man geboren wird, prägt deutlich und langfristig die Funktionsweise der inneren Uhr - und womöglich auch die Persönlichkeit eines Menschen.
Das behaupten Forscher der Vanderbilt Universityhttp://www.vanderbilt.edu in der Fachzeitschrift "Nature Neuroscience". Verantwortlich machen sie die unterschiedliche Lichteinwirkung der ersten Lebensmonate. "Dass Licht und Klima auf Neugeborene nachhaltig einwirken, ist plausibel", urteilt auch Peter Falkai, Direktor der psychiatrischen Klinik der Universitätsmedizin Göttingenhttp://www.psychiatrie.med.uni-goettingen.de, gegenüber pressetext. Lesen Sie weiter

Dienstag, 23. November 2010

Lernen im Schlaf - Schlaf bringt Ordnung in das Gedächtnis.

Wer Neues lernen will, muss schlafen.
Im Schlaf werden neue Informationen nicht nur dauerhaft abgespeichert, sondern auch geordnet und in bestehende Gedächtnisinhalte aufgenommen.
Lesen Sie dazu den Artikel